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Über mich

Zur Person

Zwischen den Welten Brücken bauen

Theologe - Religionspädagoge - Religionswissenschafter

Ich forsche und lehre in Europa an der Schnittstelle von Religionswissenschaft und Religionspädagogik. Mich beschäftigt, wie sich Islam in Europa formiert, wie Religionen einander begegnen und was religiöse Bildung dazu beitragen kann.

Meine theologische Ausbildung habe ich an der al-Azhar in Kairo erhalten. Dort lernte ich den Koran auswendig und studierte zugleich Germanistik. Schon damals bewegte ich mich zwischen zwei Sprach- und Denkwelten: zwischen arabischer Gelehrsamkeit und europäischer Geistesgeschichte. Aus dieser doppelten Prägung ist meine Arbeit erwachsen.

Eine Frage zieht sich durch meine gesamte Arbeit: Wie können Religionen zu gesellschaftlichem Frieden, Pluralität und Menschenwürde beitragen? Antworten darauf suche ich in der Forschung, in der Lehre und im Gespräch zwischen Religionen und Kulturen.

Foto: © Manfred Weis

Mein Weg

Drei Bildungswege, eine Frage

Ich forsche und lehre an mehreren Hochschulen in Österreich und Deutschland. Drei Bildungswege prägen diese Arbeit. Der erste ist der theologische: An der al-Azhar erhielt ich meine theologische Ausbildung und lernte den gesamten Koran auswendig. Der zweite kam mit dem Germanistikstudium an der al-Azhar-Universität in Kairo hinzu: Über die deutsche Sprache und die europäische Kultur- und Literaturgeschichte erschloss sich mir die religiöse Landschaft Europas von ihrer eigenen Tradition her. Der dritte entstand in Europa und ist zugleich religionswissenschaftlich und religionspädagogisch: In Österreich studierte ich Religionspädagogik und Interkulturelle Studien in Wien und Salzburg, promovierte in Karlsruhe zum Doktor der Erziehungswissenschaft und schloss in Salzburg einen zweiten Master in Religious Studies ab; eine religionswissenschaftliche Dissertation steht kurz vor dem Abschluss.

Ich untersuche Religion komparativ, empirisch und soziokulturell: den europäischen Islam in seinen institutionellen Formen, interreligiöse Interaktionen und die Bedingungen, unter denen religiöse Bildung zu gesellschaftlichem Zusammenhalt beiträgt. Nach fünf Jahren als Imam und Seelsorger unterrichte ich seit 2012 islamische Religion an Wiener Schulen, seit 2020 lehre ich an Pädagogischen Hochschulen in Deutschland. Geboren wurde ich 1981 im Nildelta in Ägypten.

Meine eigene Migrations- und Integrationserfahrung fließt als Perspektive in diese Arbeit ein: Sie schärft den Blick für das, was zwischen Institutionen, Sprachen und Zugehörigkeiten tatsächlich passiert.

bis 2000

Azharitische Schulbildung, Koran auswendig gelernt

2000–2004

B.A. Germanistik, al-Azhar-Universität Kairo

ab 2007

Wien & Salzburg: Religionspädagogik und Interkulturelle Studien (M.A.)

2007–2012

Imam und Seelsorger

seit 2012

Religionslehrer in Wien

2019

Promotion zum Dr. paed., PH Karlsruhe

seit 2020

Hochschullehre (PH Freiburg u.a.)

2025

M.A. Religious Studies, Universität Salzburg

laufend

Doktoratsstudium der Religionswissenschaft

Meine Promotion widmete sich den „Bedeutungsebenen des Korans – Zeitgemäße theologisch-didaktische Annäherungen am Beispiel des Begriffs ›Dschihad‹“ (Springer). Zudem bin ich Mitherausgeber der Reihe „Religion und Kommunikation in Bildung und Gesellschaft“ (Kohlhammer) mit Beiträgen aus Judentum, Christentum und Islam.

Wofür ich stehe

Wissenschaft im Dienst der Verständigung

Frieden ist lernbar.

Frieden ist kein frommer Wunsch, sondern eine Kompetenz – sie lässt sich lehren und lernen. Daran arbeite ich: dass Schule und Bildung Menschen zu Friedensstiftern machen.

Der Islam gehört zu Europa – gestaltet von Muslim:innen selbst.

Ich stehe für einen europäischen Islam, den Muslim:innen eigenverantwortlich, menschenorientiert und pluralitätsfähig gestalten – nicht gegen die offene Gesellschaft, sondern als Teil von ihr.

Verständigung beginnt im Zuhören.

Echter Dialog lebt von Menschen, die einander wirklich begegnen wollen. Zwischen Religionen, Kulturen und zwischen Religion und Demokratie baue ich diese Brücken.

Presse & Kontakt

Pressefotos zur redaktionellen Verwendung (© Manfred Weis) sowie Kontakt für Anfragen.

© Manfred Weis
© Manfred Weis
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© Deutsche Bischofskonferenz
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